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Joëlle Weis erhält „Award of Excellence“

Dissertation vom Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet

Übergabe der Urkunde an Dr. Joëlle Weis durch Sektionschef Mag. Elmar Pichl

Joëlle Weis, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des MWW-Projekts „Weltwissen“ hat vom Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung den österreichischen Staatspreis „Award of Excellence 2019“ für ihre Dissertation „Johann Friedrich Schannat und die europäische Gelehrtenrepublik. Praktiken historisch-kritischer Gelehrsamkeit zwischen Kommunikation, Wissenserzeugung und Identifikation“ erhalten.

Der Preis wird seit 2008 an die 40 besten Dissertationen aller Fächer eines Studienjahres vergeben. Am 12. November 2019 wurden die Urkunden im feierlichen Rahmen durch Herrn Sektionschef Mag. Elmar Pichl in der Aula der Wissenschaften in Wien überreicht.

Der in Luxemburg geborene Gelehrte Johann Friedrich Schannat (1683-1739) zählte zu den bedeutendsten Historikern seiner Generation, geriet mit den Jahren jedoch - wie so viele seiner Zeitgenossen - zunehmend in Vergessenheit. Die im März 2019 verteidigte Dissertation verfolgte deshalb das Ziel, Schannats gelehrtes Leben und seine Geschichtsschreibung im Spiegel seiner Korrespondenzen nachzuzeichnen, um so das Netzwerk historisch-kritischer Gelehrsamkeit wieder sichtbar werden zu lassen. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf die Praktiken, die eben diese Gelehrsamkeit ausmachten: Wie wurde man im 18. Jahrhundert zum Historiker, wie waren die Arbeitsbedingungen und wie entstand ein historisches Werk?

Die Dissertation erscheint voraussichtlich 2020 im Druck.

 

Foto: BMBWF/Martin Lusser