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Öffentliche Urteilskräfte und ihr Literaturarchiv

Sandra Richters Antrittsrede in der ZIG


Ein Literaturarchiv stehe in direktem Kontakt mit der Ewigkeit – so Sandra Richter in ihrer Rede zur feierlichen Amtseinführung als Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Denn, so heißt es weiter, es fälle ein folgenreiches Urteil über einen Autor und seinen Vor- oder Nachlass. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Ideengeschichte (ZIG) ist nun die gesamte Antrittsrede „Öffentliche Urteilskräfte und ihr Literaturarchiv“ erschienen.

Darin geht Richter auf die bedeutsame Rolle der Literaturarchive ein: „Sie bewahren, vermitteln und befragen die Erzählungen, Dramen und Verse, die Argumente und Denkformen, die Werte und Werturteilsstreitigkeiten, die unser Wahrnehmen und Entscheiden geprägt haben. In einer Zeit, die durch die Flüchtigkeit ihrer digitalen Aufschreibesysteme gekennzeichnet ist, versorgen sie unser kulturelles Gedächtnis mit Texten, Tönen und Bildern. Aus einem solchen tätigen und reflexiven Gedächtnis erst entstehen die geistigen Grundlagen unserer Zivilisation: die Urteilskräfte, derer wir und künftige Generationen dringend bedürfen.“

Den gesamten Artikel können Sie in der Herbstausgabe der Zeitschrift für Ideengeschichte oder als Download lesen.

Foto: Chris Korner, DLA Marbach